Köpfe für die Ewigkeit

Fast schon banal, kindlich. Und doch mit Wucht. Überraschend. Man spürt die Hand, den Druck, die Unmittelbarkeit der Geste. Kein Zögern, kein Schleifen, kein Versuch, zu beschönigen. Nicht modelliert. Erlebt.

Der Kopf als Sitz des Denkens. Des Ichs. Der Identität. Hier nicht verewigt in Bronze oder Marmor, sondern in einem Material, das vergänglich ist. Knetmasse: weich, billig, formbar, instabil. Ein Affront gegen die klassische Vorstellung von Skulptur. Aber genau darin liegt ihre Kraft: Diese Köpfe behaupten Ewigkeit, wo keine ist.

Die Spontaneität. Die Brachialität der Formgebung ist kein Zufall, eher Haltung. Widerstand gegen das Glatte, gegen das durchkonzipierte Objekt. Das Flüchtige ernst nehmen – das Unfertige als Wahrheit erkennen.

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