Zeichnen als performatiover Akt

Das Zeichnen als performativer Akt ist nicht ein Arbeiten mit Modell im klassischen Sinn. Sondern eine gemeinsame Grenzerfahrung. Ein Überwinden von Raum und Körper. Ein Tanz mit Zeichnen. Ein Zeichnen mit Tanz. In der Bewegung findet sehr viel mehr Ausdruck statt. Viel mehr Kraft. Emotionen. Es ist ein sich auf einander ein- lassen. Ein Miteinanderwirken. Ein Suchen. Wo beginnt der Mensch. Wo sind die Grenzen. Wo sind meine Grenzen. Nähe und Distanz. In voller Konzentration. Still. Bewegend. Mit Musik. Lauter Musik. Und ganz viel Raum.

Eine gemeinsame Grenzerfahrung

Phase 1
Vorbereiten. Papiere zuschneiden. Verschiedene Papiere. Stifte. Kohlestifte. Einzeich- nen. Kleiner. Klein. Finden. Zu sich finden. Zu einander finden. Kennenlernen. Erken- nen. Erfassen. Schüchtern. Konzentriert. Kontemplation.

Phase 2
Abtasten. Öffnen. Sich trauen. Sich was zutrauen. Sich einlassen. Aufeinander sich ein- lassen. Wo beginnt der Mensch. Grenzen suchen. Grenzerfahrungen. Nähe. Distanz. Interaktion.

Phase 3
Zeichnen wird körperlich. Körperlich wachsen. Bewegung fliesst. Selber zum Akt wer- den. Mut zur Expansion. Noch grösser. Schneller. Bewegender. Expansion.

Phase 4
Grenzen sprengen. Grenzerfahrung. Metaphysischer Raum. Papier ist nicht mehr re- levant. Akt des Zeichnen in das körperlose sprengen. Überschreiten des physikali- schen Raums. Eins werden. Erweiteter Körper. Erweiteter Raum. Dimensionsverscho- ben. Grenzenlos. Gross. Bewegend. Schnell. Hastig. Orgasmusähnlich. Extase.

Phase 5
Zurück kommen. Zur Ruhe kommen. Besinnlich. Ausatmen. Was ist entstanden. Vom Aktivisten zum Zuschauer. Reflektion.

Ein intensiver Flowmoment

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